granova® Ersatzbaustoff kommt auch in technischen Anwendungen des Deponiebaus wie z. B. Zugangsstraßen, Profilierungen, Gasdränschichten oder Ausgleichsschichten zum Einsatz

Sicherheit und Stabilität im Deponiebau mit granova® als Deponieersatzbaustoff

Deponien werden nach dem Multibarrierenkonzept geplant. Jede einzelne Barriere dient dazu, auf Dauer einen ausreichenden Schutz für die Umwelt vor den Beeinträchtigungen aus Abfällen sicherzustellen.

Gesetzliche Bestimmungen zum Schutz der Umwelt

Als gesetzliche Grundlage im Deponiebau dient die Verordnung über Deponien und Langzeitlager (Deponieverordnung). Die erste Änderung der Deponieverordnung (DepV) trat am 01.12.2011 in Kraft. Sie ist u. a. maßgebend für Errichtung, Betrieb, Stilllegung und Nachsorge von Deponien und regelt auch den Einsatz von Deponieersatzbaustoffen und Deponiebaustoffen. Sie gilt für Träger und Betreiber / Inhaber von Deponien und Langzeitlagern, Erzeuger und Besitzer von Abfällen sowie für Betreiber von Anlagen zur Herstellung von Deponieersatzbaustoffen.

Deponie Multibarrierenprinzip

Multibarrierenprinzip

Geregelt sind u. a. Anforderungen an:

  • Geologische Barriere: Sie soll eine Ausbreitung der in flüssiger oder gasförmiger Form vorliegenden Schadstoffe verhindern
  • Lage zum Grundwasser: Mindestanforderung ist ein Abstand zwischen höchsten zu erwartendem Grundwasser und Oberkante der geologischen Barriere von mindestens 1 m
  • Hydraulische Barriere: Hier wird das Potentialgefälle der Grundwasserfließrichtung als zusätzlich mögliche Barriere betrachtet
  • Deponiebasisabdichtung: wird an den seitlichen Böschungsflächen als auch auf dem Deponieplanum eingebaut; sie ist eine Kombination aus mineralischen Dichtungsschichten
    und / oder darauf liegender Kunstoffabdichtungsbahnen, auf welche zum Schutz von Beschädigungen eine entsprechende Schutzschicht aufgebracht wird
  • Entwässerungssystem: In der Deponie fallen Wasser- und Sickerwassermengen an, die kontrolliert aufgefangen und abgeleitet werden
  • Stabilität des Deponiekörpers: Durch Abfallverfestigung z. B. mit Kalk oder Zement kann die Standsicherheit der Deponie erhöht werden
  • Deponieoberflächenabdichtungssystem: besteht aus mehreren Lagen wie der Rekultivierungsschicht, der Dränschicht bzw. dem Entwässerungssystem, einer mineralischen Dichtungsschicht, ggfs. einer Gasdränschicht und einer Ausgleichsschicht.
  • Kontrolliertes Entgasen: Falls relevante Mengen von Gaskonzentrationen auftreten, sind Gasdränagen und Einrichtungen zur Fassung, Ableitung und Behandlung von Deponiegas zu installieren
  • Kontrollierte Wasser- und Sickerwassererfassung

Einsatzbereiche im Deponiebau

granova® Hausmüllverbrennungsasche (HMVA) kommt als Deponieersatzbaustoff bzw. Deponiebaustoff im Basisabdichtungssystem, im Oberflächenabdichtungssystem oder in deponietechnisch notwendigen Baumaßnahmen wie Profilierung, Gasdränschicht oder Ausgleichsschicht zur Anwendung.

granova Basisabdichtung
granova Oberflaechenabdichtung Deponiebau

Beispiel einer Basisabdichtung

Beispiel einer Oberflächenabdichtung

Bezogen auf die Deponieklassen ergeben sich folgende Anwendungsbereiche für granova® als Deponiebaustoff bzw. Deponieersatzbaustoff:

Tabelle-Deponieklasse Deponiebau


Einsatzbereiche granova® HMV-Asche im Deponiebau


Vorteile auf einen Blick

Eignungsgeprüfter und gütegeprüfter Deponiebaustoff / Deponieersatzbaustoff icon checked
Nachgewiesene Konformität mit der Deponieverordnung DepV icon checked
Hohe Wirtschaftlichkeit icon checked
Ressourcenschonung gegenüber Primärrohstoffen icon checked
Nachhaltige Bauweise icon checked
Ausführung im Sinne der Kreislaufwirtschaft icon checked
Technologisch hochwertiger Baustoff icon checked
CO2-Emissionsreduktion durch geringeren Energiebedarf bei der Produktion und durch lokale Wiederverwertung icon checked